Du schickst ein Urlaubsfoto vom iPhone, und auf dem Windows-Rechner öffnet es niemand. Oder ein Formular lehnt es ab. Das Bild ist in Ordnung — das Dateiformat ist das Problem.
Seit iOS 11 speichert das iPhone Fotos als HEIC: dasselbe Bild in etwa der halben Größe von JPEG. Apple-Software liest das überall. Ältere Windows-Versionen, viele Web-Formulare, Fotodienste und erstaunlich viele Firmensysteme nicht.
HEIC in JPG umzuwandeln dauert eine Sekunde und braucht keine Software. Jeder moderne Browser kann HEIC bereits dekodieren — die Umwandlung kann also auf deinem Gerät passieren: Das Foto wird dekodiert, als JPEG neu kodiert und zurückgegeben, ohne je hochgeladen zu werden.
Wähle eine Qualität um 80 bis 90 Prozent. JPEG ist verlustbehaftet, die Datei wird also größer als das HEIC — der Unterschied ist bei dieser Einstellung aber nicht sichtbar, und die Datei öffnet sich überall.
Wenn dir das ständig passiert, ändere die Kameraeinstellung statt einzelne Dateien umzuwandeln. Unter Einstellungen → Kamera → Formate sorgt "Maximale Kompatibilität" dafür, dass die Kamera künftig JPEG aufnimmt. Bereits vorhandene Fotos bleiben HEIC.
Wichtig beim Übertragen ist außerdem: Einstellungen → Fotos → Auf Mac oder PC übertragen → Automatisch wandelt Fotos beim Übertragen in JPEG um.
HEIC ist technisch klar besser: etwa halbe Größe bei gleicher Qualität, 16-Bit-Farbe, und Live Photos sowie Tiefeninformationen in einer Datei. Die Umwandlung in JPEG verwirft diese Extras und verdoppelt die Größe.
Wandle also Kopien für Menschen und Formulare um und behalte die HEIC-Originale. Konvertiere nicht deine ganze Mediathek, weil ein Empfänger ein Foto nicht öffnen konnte.
Weil JPEG weniger effizient ist, ist das Ergebnis oft größer als das HEIC — gelegentlich genug, um ein Upload-Limit zu reißen. Beschwert sich das Formular danach über die Größe, komprimiere das JPEG; die Breite zu begrenzen reicht meist und kostet nichts Sichtbares.