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Bild unter 100 KB komprimieren, ohne dass es schlecht aussieht

Ein Formular will ein Foto unter 100 KB, dein Handy hat 4 MB geliefert. Die Qualität so lange zu senken, bis es passt, ergibt Matsch — dabei gibt es einen zweiten Regler, den kaum jemand anfasst und der viel mehr bewirkt.

Dieser Regler ist die Auflösung. Ein aktuelles Handyfoto ist rund 4000 Pixel breit. Das Formular, das es ablehnt, zeigt das Bild vielleicht mit 600 Pixeln an. Du schickst also vierzigmal mehr Details, als jemals jemand sieht — und bezahlst das mit Dateigröße.

Erst die Breite senken, dann die Qualität

Begrenze zuerst die Breite auf das, was tatsächlich angezeigt wird. Für ein Profilbild oder einen Formularanhang sind 1000 bis 1200 Pixel großzügig. Schon diese eine Änderung verkleinert die Datei meist auf einen Bruchteil, während das Bild auf jedem Bildschirm scharf bleibt.

Erst danach senkst du die Qualität. Etwa 70 Prozent JPEG-Qualität ist am Bildschirm kaum vom Original zu unterscheiden; unter 50 Prozent brechen Kanten und Hauttöne sichtbar auf.

Das richtige Format wählen

JPEG ist richtig für Fotos. PNG ist richtig für Screenshots, Logos und alles mit harten Kanten oder Transparenz — ein Screenshot als JPEG wirkt um den Text herum schmutzig, ein Foto als PNG ist oft zehnmal größer als nötig.

WebP ist bei gleicher Qualität kleiner als beide und wird von allen aktuellen Browsern gelesen. Nutze es nur, wenn das Ziel es akzeptiert: Manche Behördenformulare nehmen weiterhin ausschließlich JPEG oder PNG.

Konkret unter 100 KB

Für ein normales Foto landet eine Breite von etwa 1000 Pixeln bei 65 bis 75 Prozent Qualität nahe an 100 KB. Unruhige Bilder — Laub, Menschenmengen, feine Strukturen — komprimieren schlechter als ruhige. Liegst du darüber, nimm lieber weitere 200 Pixel Breite weg, statt die Qualität noch weiter zu senken.

Sieh dir das Ergebnis vor dem Absenden in voller Größe an: Was als Vorschaubild gut aussieht, kann beim Öffnen deutlich klötzchenhaft wirken.

Ohne das Foto hochzuladen

Komprimieren ist Rechenarbeit, die dein eigenes Gerät erledigen kann — es gibt keinen technischen Grund, ein privates Foto vorher an einen Server zu schicken. Die Bildkomprimierung von Abzar läuft im Browser: Qualität und maximale Breite einstellen, resultierende Größe beobachten, herunterladen. Kein Upload-Warten, keine Kopie deines Bildes auf einem fremden Server.

Häufige Fragen

Verringert Komprimieren die Auflösung?
Nur wenn du es einstellst. Qualität und Abmessungen sind getrennte Regler: Du kannst die volle Auflösung behalten und nur die Qualität senken — oder umgekehrt. Für eine deutliche Reduktion ist beides zusammen meist der beste Kompromiss.
Kann ich die Qualität später zurückholen?
Nein. Komprimierung ist verlustbehaftet und endgültig — deshalb schreibt das Werkzeug eine neue Datei, statt deine zu überschreiben. Bewahre das Original auf.
Warum ist mein Screenshot nach dem Komprimieren immer noch groß?
Screenshots bestehen aus Flächen und scharfem Text, womit JPEG schlecht umgeht. Speichere ihn als PNG — für diese Art Bild ist PNG meist kleiner und sauberer zugleich.

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